die tägliche wand

Manchmal ist es so, dass das Vorgefundene an Wänden, Bauteilen, Architektonischem nicht dem entspricht, was mir in seiner Gesamtheit gefallen könnte. Es gibt dann einzelne Elemente - die Wandfarbe, die Struktur des Putzes, eine Spiegelung im Fensterglas, die Kühnheit eines Bogens oder die Gradlinigkeit einer Strebe - , die mich locken und mich dazu veranlassen, den Auslöser zu drücken, doch beginnt die Arbeit am Bild dann oft erst hinterher (oder ist das "Spiel mit dem Bild" eine bessere, treffendere Beschreibung?). Ich schneide zu und ab und weg, suche mir meine Ausschnitte, leihe mir aus anderen Fotos Elemente aus, die meine Auswahl ergänzen, bereichern, manchmal auch ad absurdum führen können, und füge zusammen, was vielleicht nicht zusammen gehört... Im konstruktivistischen Sinne schaffe ich mir so meine eigene Wirklichkeit - wie jeder von uns, mit oder ohne Kamera, es täglich tut...

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Kommentare: 1
  • #1

    Klaus (Freitag, 30 März 2018 18:31)

    Also alles gefakte Bilder ?
    Kann man machen. Aber muss man nicht :-)